Ab 14 Jahren
Drei Wölfe, Vater, Mutter und Sohn Ferdinand, laufen durch den Wald. Wie Flüchtlinge ziehen sie, auf der Suche nach den „besseren Wäldern“, durch den tiefen Schnee. Sie träumen von einem anderen Leben, von einer Welt, in der die Schafe ungezählt auf den Wiesen sind. „Da leben wir Wölfe wie Wölfe.“ Doch die Jäger sind hinter ihnen her, erschießen erst die Wölfin, dann den Vater Wolf. Der kleine Wolf geht weiter. Er findet Anschluss bei Frauke und Wanja, zwei Schafe, die seit Jahren vergebens auf Nachwuchs warten. Für sie ist Ferdinand ein Schäfchen, dass wie alle geboren wurde: „sie fallen als Flocken aus den Wolken“. Ferdinand lebt sich schnell in der Schafswelt ein, frisst Gras und Gemüse, springt allerdings - untypisch für Schafe – vor lauter Freude hin und her über die Zäune. Er hängt mit anderen, jugendlichen Schafen auf dem Spielplatz rum, seine schöne Stimme darf das „Schave Maria“ in der Kirche singen. Einzig nach der Schafsschur ist es ihm länger kalt als den anderen. Aber die Liebe zu Melanie erwärmt ihn. Die beiden machen einen Ausflug auf die andere Seite des Zaunes. Dort kommt es zu einem Kampf mit einer alten Wölfin. Sie wird von Ferdinand vertrieben – Melanie kommt bei der Aktion auf mysteriöse Weise um. Ferdinand wird des Mordes verdächtigt. Im Gefängnis trifft er auf zwei merkwürdige Gestalten, auf Bär und Gans. Im Spiel erwecken sie in ihm den Wolf neu. Ferdinand flieht aus dem Gefängnis und schließt sich einem Rudel Wölfe an. Immer mehr drängt ihn die Frage: wer bin ich? Ein Wolf im Schafspelz oder ein Schaf mit Wolfsfell? Diese Frage stellt sich für ihn spätestens als er mit der Wölfin Mascha durch die Wälder zieht, mit Jungwolf Jannis sich einen Kampf auf Leben und Tod liefert und schließlich allein zurück bleibt.
Verlag für Kindertheater
