2018Das Abenteuertier

Gut erzählt ist nicht gelogen


Konrad will ein Ritter sein. Er will Abenteuer erleben und große Kämpfe ausfechten. Heldenhaft wird er eines Tages eine Prinzessin retten, mindestens vor einem dreiköpfigen Drachen. Dann wird sie sich in ihn verlieben, und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende. Konrad weiß genau, dass so seine Bestimmung lautet. Und nicht, dass er Schweinehirt wird wie schon sein Vater und dessen Vater. Also legt Konrad eines Tages seine Rüstung an, nimmt seine Lanze und zieht aus, um ein Held zu werden. Er begegnet einem singenden Einhorn, das ein bisschen wie ein Esel aussieht. Und er rettet die Prinzessin Karfunkel, die ganz leicht an die Magd Minna erinnert. Gemeinsam erobern die drei sogar eine echte Burg. Doch dann verlässt sie das Kampfglück, und inmitten des Kanonendonners wird es wohl Zeit für ein kleines Geständnis. Aber es wird auch Zeit für großen ritterlichen Mut und für das ganze Gewicht einer wahrhaft königlichen Entscheidung!


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2018Der kleine Prinz feiert Weihnachten

Es ist Weihnachten. Eine hungrige Krähe durchstreift die Hinterhöfe auf der Suche nach etwas zu fressen, als plötzlich ein kleiner Junge mit blonden Haaren vom Himmel fällt. Der kleine Prinz ist auf der Suche nach seinem Freund, dem Piloten. Aber er kennt seinen Namen nicht, und er weiß nicht, wie viel Zeit vergangen ist, seitdem sie sich in der Wüste getroffen und wieder verloren haben. Die Krähe will mit alledem lieber nichts zu tun haben, sie weiß genau, worauf es hinausläuft: Am Ende sind sie einzigartig füreinander, und sie wird sich Sorgen machen um diesen Jungen, der so viele Fragen stellt, aber nie eine Antwort gibt. Doch unsere Krähe hat ein zu gutes Herz unter ihren Federn, mit dem sie gut sehen kann, wie sehr der kleine Prinz einen Freund brauchen kann auf seiner langen Suche nach dem Dichter Antoine. Denn Freundschaft ist das größte Geschenk, nicht nur zu Weihnachten.


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2017Besuch aus Tralien

Piet ist als Austauschschüler nach Australien gegangen. An seiner Stelle kommt Dave in die deutsche Kleinfamilie. Dave sieht nicht nur seltsam aus, sondern er benimmt sich auch so. Er liegt gern im Gartenteich, hat recht rohe Essgewohnheiten und außerdem spricht er kein Wort. Seine Gasteltern üben sich in Verständnis für das Fremde und den Fremden. Sie gehen ganz in ihrer Rolle als Vermittler zwischen den Kulturen auf. Sie führen Dave mit Begeisterung in die hiesigen Sitten und Gebräuche ein, Fußballstadion inklusive. Doch der Erfolg hält sich in Grenzen, Dave bleibt stumm. Auch Piets zunehmend unzivilisierte Nachrichten aus "Down Under" bringen die Eltern nicht auf die richtige Spur. Im Gegenteil, um ihren fremden Gast besser verstehen zu können, versuchen sie schließlich, so zu werden wie er. Und siehe da!, ein herrlich ausgelassener Tag im Schwimmbad bringt sie einander endlich nahe. Doch dann erkennen die Eltern etwas Schreckliches: Dave ist ein Krokodil!


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2016Holle

oder guter Schnee fällt nicht von selbst


Die Schwestern Pech und Gold könnten nicht unterschiedlicher sein. Pech ist bequem und eitel und pragmatisch. Gold hingegen ist fleißig, bescheiden und phantasievoll. Der tägliche Streit ist vorprogrammiert. Und als die Mutter der beiden, von Alltagssorgen geplagt, Gold auch noch zu Unrecht bestraft, da macht sie sich auf die Reise zur gütigen Frau Holle, wo alles, wirklich alles, besser ist. Dort rettet sie das Brot und schüttelt den Baum und lässt Schnee rieseln auf die Welt. Das Leben ist friedvoll und harmonisch. Doch Gold vermisst etwas ...

 

Uraufführung Ingolstadt 


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2015Keine Party für den Tiger!

Es ist tierisch finster im Wald. Dem Tiger gefällt‘s, denn alle haben richtig Angst vor ihm. Doch etwas einsam ist er schon, so ganz ohne Freunde. Das Reh ist scheu und sieht hinter jedem Stamm den sicheren Tod lauern. Der Bärin geht langsam der Honig aus, das hebt ihre Laune auch nicht. Von anderen Tieren - zum Beispiel der Motte - sieht und hört man erstmal überhaupt nichts. 
Doch dann wird es Licht, denn das Internet kommt zu den Tieren! Nicht Mann, nicht Frau, aber sehr attraktiv. Es verspricht Ruhm, Erfolg und ewigen Frieden, es weiß den Weg zu den besten Honigtöpfen und sein ‚Matchmaking‘ ist legendär. Alles strahlt, alle sind erleuchtet... Doch die Technik hat ihre Tücken. Ein kleines Missgeschick verbreitet sich leider rasend schnell über alle Kanäle, und schon ist ein erstes Opfer zu beklagen. Die so friedliche Internetgemeinde fällt hemmungslos übereinander her, denn schließlich weiß nun jeder alles über seinen Nächsten. 

 

Ein meisterhaftes Stück über die Chancen und Gefahren der Technik, über die Verheißungen des totalen Wissens, über den Aberglauben an ein virtuelles Paradies. Die Tiere des Waldes machen vor, wie Aufklärung funktioniert: im Gelingen ebenso wie im Umschlagen in ihre dunkle Kehrseite, die rohe Natur. Am Ende steht die Vernunft. Und hinter ihr wartet die Unvernunft geduldig auf ihre nächste Chance.

 

Uraufführung JES


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2015Krähe & Bär

Ein Bär im Zoo. Hinter Gittern und Mauern. Einsamkeit. Tag für Tag, Stunde für Stunde. Drei Mahlzeiten am Tag. Er träumt von der Freiheit. – Eine Krähe im Zoo. Sie kann fliegen. Von Gehege zu Gehege. Könnte auch weit über die Mauern hin- weg. Doch sie träumt von drei Mahlzeiten am Tag. Und beim Bär lässt es sich wunderbar schmarotzen. Bis eines Tages ein Unglück geschieht. Und sie auf die Hilfe des Bären angewiesen ist. Da bietet sich die Möglichkeit, Träume wahr werden zu lassen. Sie tauschen ihre Leben: Der Bär wird zur Krähe, die Krähe zum Bären.


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2014Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor

Oper


»Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs. Und lebte ein langes Leben voller Abenteuer.« Aber das war ein Irrtum. Auch junge, schlaue und starke Füchse werden einmal alt. Er wurde vergesslich. Erst fand er den Weg nach Hause nicht, dann war der Fuchs auf der Jagd und vergaß das Jagen und irgendwann vergaß er, dass er ein Fuchs war. Die Gänse und Schafe verlachten ihn, da wurde er böse und wollte sie fressen – aber auch das vergaß er sofort und wünschte allen nur einen guten Tag. Endlich fanden ihn die jungen Füchse, nahmen ihn mit und heilten seine Wunden. Seinen Verstand aber heilten sie nicht – den hatte er verloren und keiner wusste genau, wo.

 

Trailer Ingolstadt



2014Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte

Oper mit Musik von Marius Felix Lange


Lena und Leander spielen gemeinsam im Wald. Der Junge möchte seiner Freundin imponieren, indem er mit Steinen Äpfel von Bäumen wirft. Plötzlich entdeckt Lena einen toten Vogel unter dem Baum und macht Leander Vorwürfe. Ihr Freund versucht sie zu beruhigen: „Mein Vater hat mir gesagt, die legen sich hin und schlafen. Dann kommt eine Prinzessin und küsst sie, danach sind sie wach und zwitschern.“ Daraufhin beschließt das Mädchen aus Angst, nicht wieder aufzuwachen, nie wieder einzuschlafen. Niemand kann sie davon abbringen, weder ihre Eltern noch die herbeigerufenen Ärzte. Schließlich macht sich ihr Freund Leander auf die Suche nach einem geeigneten Schlafmittel und reist mit Lena durch die ganze Welt. Beide erleben zahlreiche Abenteuer, verirren sich, treffen unheimliche Gestalten und kehren schließlich dank der Hilfe des Mondes in ihr Heimatdorf zurück. Doch jetzt ist nichts mehr, wie es vorher war …

 

Trailer



2014Tote Pinguine schmecken nicht

Die Tanzbären sind längst nicht mehr so gelenkig wie in jungen Jahren und einem flotten Tänzchen helfen sie schon mal mit ein paar Schlucken aus der Pulle nach. Schnell werden es ein paar mehr - so steigt die Laune, sinkt die Hemmschwelle. Die Pinguingeschwister Ping und Pong wissen genau, dass sie ihren Eltern jetzt besser aus dem Weg gehen. Und auch am nächsten Morgen sollten sie sich möglichst dünn machen, denn ein Katerfrühstück kann nicht selten in Gebrüll und Tritte ausarten. Vielleicht waren ja die Tanzbären früher auch mal nette Pinguine - oder zumindest nette Bären. Ping und Pong aber können es nicht mehr recht glauben. Und nachdem ihre Eltern sie in kalter Nacht einfach vor verschlossener Tür sitzenlassen, weil sie gerade einen Rausch ausschlafen müssen, da reicht es den beiden. Sie hauen ab, nehmen den nächsten Dampfer und träumen von einem besseren Leben.


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2013Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis 3 zählen konnte

Der Löwe lernt mal wieder was fürs Leben: Nicht nur das ABC, sondern auch das Einmaleins können sogar in der Liebe manchmal sehr hilfreich sein! Mehr über Teil Eins seiner Lektionen in Leben und Liebe können Sie in „Der Löwe, der nicht schreiben konnte" erfahren.


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2013Wachmann, pass auf!

Ein junger Mann baut gerne Sandschlösser am Strand, nicht irgendwelche unbedeutenden Sandburgen, sondern echte Architektur, Kunst! Und er beobachtet dabei die Mädchen, die elegant auf ihren Brettern über die Wellen reiten. Eine von ihnen bittet ihn, kurz mal auf ihr Brett aufzupassen - ein schönes Brett, teuer, retro, lackiert. Und der junge Mann wacht, stundenlang, tagelang. Diese Geschichte beginnt, sich zu verselbständigen. Der junge Mann kommt so richtig in Fahrt, er nimmt seine Aufgabe ernst, sehr ernst - er würde das Brett sogar mit seinem Leben verteidigen. Er zieht eine Grenze, baut eine Mauer und steht stramm vor seinem Wachhaus, ein durch und durch vorbildlicher Wachmann. Niemand darf rein, niemand raus, so einfach ist das. Auch als der Wachmann Besuch bekommt von einem alten Mann, der ihn in immer neuen Rollenspielen zu überreden versucht, das Tor zu öffnen, bleibt er standhaft. Doch das allerletzte Spiel funktioniert, der Wachmann lässt sich verführen und schon überrollt die feindliche Armee das Land. Danach ist eigentlich alles wie zuvor und beinahe würde der treue Wachmann seinen Posten wieder aufnehmen, denn wie schön ist es, wenn jemand Wache hält, wie sicher und geborgen fühlen wir uns dann. Ein Stück über die inneren und äußeren Grenzen. Darüber, wie schwer es sein kann, als junger Mensch aus dem meist sicheren Gefüge der Kindheit herauszutreten. 


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2013Nur ein Ei!

Wildschwein und Fuchs sitzen am Fluss. Sie langweilen sich, sie warten. Das Wildschwein wartet vermutlich aufs Essen. Doch der Fuchs, der wartet auf die ganz große Liebe!

 

"Was bedeutet es, ein Kind zu erwarten; was geschieht, wenn ein Kind nicht die väterlichen Erwartungen erfüllt – und was dürfen und können Kinder von ihren Eltern erwarten? Fragen, die sich nicht nur Füchse und Wildschweine stellen." (Junges Staatstheater Kassel)


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2010Die besseren Wälder

Ab 14 Jahren 


Drei Wölfe, Vater, Mutter und Sohn Ferdinand, laufen durch den Wald. Wie Flüchtlinge ziehen sie, auf der Suche nach den „besseren Wäldern“, durch den tiefen Schnee. Sie träumen von einem anderen Leben, von einer Welt, in der die Schafe ungezählt auf den Wiesen sind. „Da leben wir Wölfe wie Wölfe.“ Doch die Jäger sind hinter ihnen her, erschießen erst die Wölfin, dann den Vater Wolf. Der kleine Wolf geht weiter. Er findet Anschluss bei Frauke und Wanja, zwei Schafe, die seit  Jahren vergebens auf Nachwuchs warten. Für sie ist Ferdinand ein Schäfchen, dass wie alle geboren wurde: „sie fallen als Flocken aus den Wolken“. Ferdinand lebt sich schnell in der Schafswelt ein, frisst Gras und Gemüse,  springt allerdings - untypisch für Schafe – vor lauter Freude hin und her über die Zäune. Er hängt mit anderen, jugendlichen Schafen auf dem Spielplatz rum, seine schöne Stimme darf das „Schave Maria“ in der Kirche singen. Einzig nach der Schafsschur ist es ihm länger kalt als den anderen. Aber die Liebe zu Melanie erwärmt ihn. Die beiden machen einen Ausflug auf die andere Seite des Zaunes. Dort kommt es zu einem Kampf mit einer alten Wölfin. Sie wird von Ferdinand vertrieben – Melanie kommt bei der Aktion auf mysteriöse Weise um. Ferdinand wird des Mordes verdächtigt. Im Gefängnis trifft er auf zwei merkwürdige Gestalten, auf Bär und Gans. Im Spiel erwecken sie in ihm den Wolf neu. Ferdinand flieht aus dem Gefängnis und schließt sich einem Rudel Wölfe an. Immer mehr drängt ihn die Frage: wer bin ich? Ein Wolf im Schafspelz oder ein Schaf mit Wolfsfell? Diese Frage stellt sich für ihn spätestens als er mit der Wölfin Mascha durch die Wälder zieht, mit Jungwolf Jannis sich einen Kampf auf Leben und Tod liefert und schließlich allein zurück bleibt.

 

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2008Neue Heimat

Ab 14 Jahren


Das Mädchen Jasmin, ihr Ex-Freund Bono, ein Türke und ein alter Mann finden sich plötzlich in einer ungewöhnlichen und recht unangenehmen Situation wieder: Nach einem Diskobesuch fährt Frank sie leider alle gegen den einzigen Baum zwischen Bergheim und Dierdorf. In einem kargen Jenseits warten sie nun auf das Jüngste Gericht, jeder auf seine Weise. Sie versuchen einander in schnellen und durchaus respektlosen Dialogen vom richtigen Glauben zu überzeugen oder davon abzubringen. Und sie sind zugleich noch ganz mit dem vergangenen Leben beschäftigt, mit dem was sie taten und gern getan hätten. Das große Strafgericht entpuppt sich schließlich eher als Komödie, doch Bestand hat hingegen der Glaube an die Freundschaft. So gibt es für alle ein unerwartetes Happy End.

 


Verlag für Kindertheater
2008Der Löwe, der nicht schreiben konnte

ab 5 Jahren


Der Löwe kann nicht schreiben, aber das stört ihn nicht, denn er kann brüllen und Zähne zeigen und mehr braucht er nicht. Eines Tages aber trifft er eine Löwin und die ist sehr schön. Und sie liest in einem Buch. Die kann man nicht einfach gleich küssen. Eine solche Dame erwartet zuerst einen Liebesbrief. Also bittet der Löwe den Affen, für ihn zu schreiben. Der nimmt Bleistift und Papier und bietet der Löwin an, mit ihm auf Bäume zu klettern und Bananen zu essen. Völliger Unsinn! Irritiert wendet sich der Löwe ans Nilpferd. Dieses fragt die Löwin, ob sie mit ihm im Fluss schwimmen und nach Algen tauchen will… Was der Mistkäfer, der Geier, die Giraffe und das Krokodil der Löwin schreiben, lässt den Löwen vor Wut fast platzen. Da naht Rettung. Die schöne Löwin hat nämlich sein Gebrüll gehört.

 


Fischertheater
2007Nur ein Tag

Ab 6 Jahren


Was, wenn man nur einen einzigen Tag hätte ... Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, wissen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Was nämlich, wenn die Fliege bezaubernd sein wird? Dann wird man sich anfreunden und sich vielleicht sogar verlieben und es bleibt doch nur ein einziger Tag Zeit. Und wer sagt überhaupt der gerade Geschlüpften, die sich für eine Maifliege hält, die Wahrheit? Wildschwein und Fuchs stammeln sich mühsam aus der Affäre, lügen zur Not: Der Fuchs, – wie bedauernswert – würde den heutigen Tag nicht überleben, deshalb sei man so traurig. Die junge, hübsche Fliege ist ehrlich gerührt und zögert nicht lange: Dann muss eben das ganze Leben in diesen einen Tag hinein: ein ganzes langes Leben inklusive dem großen Glück!


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2005Die Belagerung

ab 14 Jahren


Der Winter in dem sibirischen Dorf ist so hart, dass die Vorräte aufgebraucht wurden und kein Tier mehr zu jagen ist. Einzig die Wölfe schleichen herum, wie der Mensch sind sie auf der verzweifelten Suche nach Nahrung. Als Milan in der Not einen Wolf erschießt, um Fleisch auf den Tisch zu bringen, ergreift alle das Unbehagen. Denn, so sagt der Volksmund, wer Wolfsfleisch isst, kriegt falsche Kinder. Wenige Tage später ist das Dorf von Wölfen umgeben, die in ihrem Hunger alles zerfleischen, was sich bewegt. Und irgendwann beginnen die Wölfe zu begreifen, wie sie an die in den Häusern verbarrikadierten Menschen herankommen. Martin Baltscheit erzählt von einer im Dorf lebenden Familie, die um ihr Leben und Überleben kämpft. Erfolgreich. Denn nach tagelanger Belagerung wird die noch verbleibende Dorfgemeinschaft von der Armee gerettet.

Die Belagerung basiert auf einer wahren Begebenheit. Im Dezember 1927 belagerten Wölfe das sibirische Dorf Pilowo. Erst ein Schutztrupp der Armee konnte verhindern, dass die Wölfe den ganzen Ort auslöschten.


Fischertheater
2005Der Winterzirkus

ab 6 Jahren


Laika, der singende Hund mit dem Akkordeon, lädt alle Tiere der Stadt zum Winterzirkus am Heiligen Abend ein. Schon die tierliebe Tante Ruth hatte Anna von dem Phänomen des Winterzirkus erzählt und Annas Erstaunen wächst, als sie kurz vor Weihnachten die Sprache der Tiere verstehen kann. Dankbar entzieht sie sich den Weihnachtsvorbereitungen ihrer Familie, dem leidigen Plätzchenbacken, den kindischen Ritualen und vor allem der Frage nach dem Weihnachtsmann. Mit ihren neun Jahren ist Anna völlig klar, dass alles dies nur falscher Zauber und Geldmacherei ist. Am Heiligen Abend findet Anna auf ihrem Kopfkissen zwei Karten für den Winterzirkus. Und als sie sich heimlich davonstehlen will, ist auf einmal Tante Ruth in ihrem Zimmer, die sie begleiten wird. Zusammen mit Hunderten von Tieren stapfen die beiden durch den Schnee. Die menschlichen Hüllen haben sie abgelegt, Mäuse- und Katzengestalt haben sie angenommen. Der Winterzirkus öffnet seine Tore. 

Der geheimnisvolle Winterzirkus, die ominöse Tante Ruth, der verkleidete Weihnachtsmann, der Igel auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der flapsige Vater, die weihnachtsbeseelte Mutter und die unsichere Anna ergeben in ihrer Summe eine berührende Antwort auf die Frage, ob es den Weihnachtsmann und damit das nicht Erklärbare wirklich gibt.

"ganz egal, an was du glaubst / und ganz gleich, wem es gefällt /
sollte es dem Leben dienen / passt es gut in diese Welt" 


Fischertheater
2005Schneewittchen darf nicht sterben

Ab 13 Jahren


Was macht man mit der Vorstellung, wenn die Schauspieler plötzlich streiken oder anderswo unterwegs sind? Absagen, meint der Direktor, und der Techniker macht schon mal das Licht aus. Schneewittchen deluxe muss ausfallen, das Publikum wird nach Hause geschickt. Aber die Zuschauer wollen nicht gehen. Ein Mädchen meldet sich und findet, man solle trotzdem spielen. Wenn Schneewittchen nicht da ist, könnte man doch eine andere Story erfinden. Der Direktor ist einverstanden. Er holt Angelika auf die Bühne, und sie beginnt spielerisch mit einer Geschichte mitten aus dem Leben - mit ihrer eigenen. Angelika, sechzehnjährige Tochter eines wohlhabenden Kaufhausbesitzers, hat alles, was sie braucht und noch mehr. Aber: Sie will sich umbringen. Nur warum? 
Die Theaterleute steigen in das Spiel ein. Sie steuern ihr Fachwissen bei, übernehmen verschiedene Rollen und suchen nach dem Kern der Story. Ben wird dazugeholt, ein Zuschauer wie Angelika, auch er sechzehn Jahre alt. In Bens Geschichte geht es um seinen arbeitslosen Vater.

Im Spiel verbinden sich die zwei Geschichten zu einer einzigen. Mit viel Witz und etwas Sentiment wird sie mit allen Mitteln erzählt, die dem Theater zur Verfügung stehen. Und auch über das Theater selbst erfährt man so einiges. Aber das ist kein Spiel im Spiel, sondern Theater, das zur Wirklichkeit wird, und Wirklichkeit, die nur durch das Theater wahrhaftig werden kann.


Fischertheater
2003Die Überredung

Ab 14 Jahren


Gibt es einen guten Grund, auf die Welt zu kommen? Diese Frage stellt Vito, königlicher Nachfolger, gleich nachdem er seinen Kopf aus dem mütterlichen Schoß streckt. Dickköpfig besteht er auf eine Überredung. Vorher sehe er keine Notwendigkeit, das wärmende Innere der Königin zu verlassen. Arzt, König, Präsident und Hebamme, die Zeugen dieses Wunders, sind sprachlos und überbieten sich an Überredungskünsten. Genuss, Sinnlichkeit, Glaube, Liebe, die Bandbreite menschlicher Sinnsuche wird eindrucksvoll demonstriert. Doch vergebens. Scharfzüngig und klarsichtig entlarvt der Säugling die Makel aller Vorschläge. In der dritten Nacht aber entdeckt eine Putzfrau seinen Kopf zwischen den mütterlichen Beinen. "Kopf ist im Arsch", kreischt sie und lacht und lacht und lacht und haut mit dem Besen auf diese Lächerlichkeit. Vito erbost. Schimpft. Und will ihr hinterher ...

"So wie beschriebener Noch-Nicht-Geborener zwischen Himmel und Erde, zwischen Mutter und Boden zu verharren scheint, so verharren wir Zuschauer mit ihm in jenem Zwischenreich. Selig. Denn für einen langen Moment lässt das Theater die Zeit still stehen und wir dürfen uns mit dem ungeborenen Prinzen Antworten vergegenwärtigen auf die existenziellen Fragen, was uns treibe, warum es sich zu leben lohnt. Vom Büchnerschen Geist durchweht, fährt uns dieses Stück Theaterliteratur ins Gemüt, unprätentiös, romantisch, bösartig. Einfach großartig." (Aus der Urteilsbegründung des Duisburger Kinder- und Jugendtheaterpreises 2003 Kaas&Kappes)


Fischertheater
2002Der harte Hans

Erzählt wird die Geschichte eines sehr weichen, jungen Mannes, der mit Hilfe des Superhelden Stahlmann zu einem echten Kerl umerzogen werden soll. Die Umerziehung klappt. Hans wird hart, setzt sich durch und wird sogar Präsident. Er tut was er will, ohne Rücksicht auf Volk und Freundschaften. Dann aber auf dem Gipfel des Erfolges, verwandelt sich alles was er berührt in Blei. Allein, umgeben von stahlharten, leblosen Dienern, einschliesslich seiner geliebten Braut, macht er sich auf die Suche nach Stahlmann, um sich von dem Fluch zu befreien. 

 

Erschienen als Hörspiel beim WDR



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