Der Löwe konnte nicht schreiben. Aber das störte den Löwen nicht,
denn der Löwe konnte brüllen und Zähne zeigen.
Und mehr brauchte der Löwe nicht.
Mit dem Bilderbuch fängt alles an. Bilderbücher lehren uns Weisheit, Witz und Kreativität! Sie sind die Mutter aller Künste und der Beginn kulturellen Lebens. Mein Klassiker heißt: "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte". Weitere, wichtige Buchprojekte sind die: fabelhaftehelden.de. Und unser kleines Bilderbuchfestival: "Plopp!"
Was haben ein Flurlicht, ein Traumfänger und Pipimachen gemeinsam? Alle drei gehören unbedingt in ein ABC über das Schlafengehen! In dieser witzigen, verträumten, fantasievollen und spannenden Geschichten- und Gedichtesammlung des Wortkünstlers Martin Baltscheit ist alles zu finden, was es zu diesem wichtigen Thema zu sagen gibt. Die passenden Bilderwelten hat Anne-Kathrin Behl erschaffen, die mit dem Autor das ideale Kreativ-Gespann bildet.
Eine neue Diva. Diesmal kommt der Wald zu ihr nach Hause und Diva feiert ein Fest. Allerdings müssen sich die Waldbewohner erst an alles gewöhnen und die Biberin dreht durch, warmes Wasser? Schaumparty? Eine Brause? Und: Keine Party ohne Liebeskummer, leider steht die Füchsin steht mehr auf die Nachbarskatze... und Diva leidet und ist der einsamste Hund der Welt, bis sich die Freunde besinnen und echte Freunde sind.
In der großen Stadt leben! Mit eigener Badewanne! Vielleicht sogar U-Bahn fahren! Um sich ihren Traum zu erfüllen, sind die Gazelle Elvira und der Elefant Horst unterwegs von Kenia nach Hamburg. Doch sie haben weder Geld noch Papiere und so droht ihr Abenteuer bereits am Flughafen von Nairobi zu enden... Noch vor Abflug gerät das Paar hier in heftige Turbu- lenzen. Die Welt der Menschen ist faszinierend – aber furchtbar kompliziert! Ob ein toter Löwe und ein gewieftes Chamäleon den beiden helfen können, mit einem dieser großen Vögel ans Ziel ihrer Sehnsucht zu gelangen?Die Fortsetzung des urkomischen und zugleich tiefsin- nigen Abenteuers von zwei Tieren, die auszogen, um unter den Menschen zu leben.
„Hier nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Ein zauberhaft gezeichneter Kindercomic.“ – Claudia Gerdes, Page
Der neue kleine Prinz in alter Mission: Uns die Welt erklären. Diesmal geht es um Geschenke. Die Bösen, wer ist das überhaupt, manchmal sind sie ja eindeitig auszumachen, manchmal sehen sie einen im Spiegel an. Geschenke haben sie alle verdient oder nicht? Können Geschenke denn Leben verändern, Menschen, Mann und Frau und Kind zu besseren Wesen machen? Der Prinz und die Krähe werden es erfahren und wer das Buch liest, erfährt es gleich mit oder macht sich zumindest Gedanken über die graue Welt. Ja, wenn die Lichter am Weihnachtsbaum nur heller strahlen als der Silberstreif, dann wird ganz sicher irgendwo ein unschuldiges Kind geboren. "Der kleine Prinz macht Geschenke", eines meiner liebsten Bücher!
Tja, was soll ich sagen? Stolz und Freude über ein neues Buch mit Max Fiedler! Thema: Was ist eigentlich ein Vorurteil? Eine großartig illustrierte Fabel über eine Kleintierwelt, in der sich Käfer und Schmetterlinge schon seit Generationen hassen. Zeit also für eine neue Bekanntschaft, die alle Vorurteile durcheinander bringt. Rolf, die Kellerassel, lernt Rose, die Schmetterlingsprinzessin kenne und findet sie gut? Manche Feindschaften können nie beendet werden, manch andere vielleicht schon ... Ein Buch für alle die Vorurteile lieben und sie trotzdem gerne einmal loswerden wollen, oder ein Buch für alle, die in der Politik arbeiten, oder einfach nur ein Buch mit sensationellen Insektenillustrationen. Danke Max!
Eines Tages kommt meine Tochter Flora aus der Schule und erzählt, in der Schule wolle jemand seine Oma verkaufen. Gute Idee, habe ich gedacht, gute Idee für ein Bilderbuch. Mit Thomas Wellmann habe ich einen unbezahlbaren Meister der detailverschwenderischen Zeichenkunst gefunden, der die Komik meines kleinen Textes, in einen historischen Höchstwert katapultiert. Dieses Buch ist eine Aktie, unbedingt zeichnen! Danke auch an die furchtlosen Kibitze, die sich trauen, wo andere zitternd die Börsen schließen.
Diva liebt das Leben in der Stadt samt Pralinen, Pasta und Pasteten. Doch wehe, das Abenteuer scheucht sie runter vom Kuschelkissen! Dann kann die junge Hundedame schon mal so richtig aus dem Fell fahren … Beim Jogging geht Diva im Wald verloren. Wo ist hier der Futternapf? Wo das Klo?! Schon heften sich drei hungrige Haudegen gierig an Divas zarte Fersen. Die Hündin muss dringend Verbündete finden, um wieder heil nach Hause zu kommen. Glücklicherweise gilt auch im wildesten Wald: Nicht die Stärksten gewinnen, sondern die, die zusammenhalten.
„Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn." ... Doch wie sähe die Welt aus, wenn Gott ein Kaninchen wäre? Oder ein Maulwurf? Dieses kleine Gedankenspiel über die Grenzen von verfasster Religion und Weltanschauungen verfolgen Martin Baltscheit und Susanne Straßer kongenial. Mit Augenzwinkern und Witz werden hier Fantasiewelten entworfen, die jedes Kind zum Kichern bringen, aber gleichzeitig auch die Augen öffnen, dass letztlich alles eine Frage der Anschauung ist.
Auf welche Weise lieben wir? Anna liebt ihre Mama und ihren Papa und die beiden lieben Anna. Aber ob Mama den Papa liebt, die Cousine die Kioskbesitzerin oder die Oma ihr Kaninchen – egal, für wen das eigene Herz schlägt, jede Liebe ist einzigartig.
Eine neue Reihe. Die großen Liebesgeschichten der Menscheit. Und womit beginnen wir? Na klar, bei Adam und Eva. Aber keine Sorge, Eva ist nicht an allem Schuld und am Ende ist man immer noch verliebt. Nein, nicht in die Schlange, aber lest und vorlest selbst! Ein Buch, perfekt zum Apfelkuchen. (Großartige Zusammenarbeit auch mit Phine Wolff!)
An dieser Stelle dringend empfohlen: Podcast Freigeistern mit Ulrich Hub
Bin gleich fertig!
Der Tag beginnt und die Nacht ist noch nicht zu Ende. Wer zieht sich schon gerne im Halbschlaf an und dann auch noch schnell? Und was überhaupt? Der Kleiderriese rät: „Meermädchen und Hexe, Ritter und Held, Madame Pompadour und König der Welt! Wir Kleider, wir sind dein tägliches Glück. Und was du nicht magst, das hängst du zurück.“ Ein Anziehbuch für Morgenmuffel und Verkleidungskünstler, genial illustriert von Anne Behl.
Oravien Sota
Ein Bilderbuch über den finnischen Bürgerkrieg (1918), der auch mit deutscher Beteiligung geführt wurde, war eine besondere Aufgabe. Die finnische Autorin Riina Katajavuoren und ich haben auf Initiative des Goethe Institutes Finnland (Alexandra Stang) eine Tierfabel vom Streit zweiter Eichhörnchenbrüder erzählt. Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen verständlich.
Ausgezeichnet mit dem Kaunemeimmat Kirjat (Die schönsten Bücher Finnlands 2021)
Der kleine Esel Liebernicht
Der kleine Esel Liebernicht ist der erste Band einer neuen Bilderbuchreihe für Kinder ab 4 Jahren, illustriert von Claudia Weikert. Die Geschichten handeln von einem kleinen, sturen Esel mit dem Namen Liebernicht, der zusammen mit den anderen Hoftieren, dem belesenen Schwein, der gutmütigen Kuh, dem schwarzen Schaf, dem hyperaktiven Zicklein und den Hühnertanten auf einem alten Bauernhof lebt. Inhalt des ersten Bandes: Als die junge Claire aus der Stadt den Bauernhof der verstorbenen Großtante Kathie übernimmt, machen sich die Tiere Sorgen: Die Neue besitzt keine Gummistiefel und hat offensichtlich keinen Schimmer von der Landwirtschaft. Und was soll der Typ mit der Lederschürze neben ihr – ist das ein Metzger?! Doch dann kommt ein kleiner, blauer Esel auf die Welt und erobert Claires Herz im Sturm. Den Hof jetzt noch abgeben? Lieber nicht!
Sonntagsblätter
Ein besonderes Buch. Erst die Bilder, dann der Text. Eine Idee meines Freundes Zoran Drvenkar. Ein Projekt großer Freiheit und federleichter Tiefe. Da ist alles drin, was drei Jahre an Bildern hergegeben haben, zwischen Arbeit und Familie. Ein Freundschaftsbuch, ein Aufbruch in andere Bilder. Dank an Zoran und Dank an Jacoby&Stuart.
Selma tauscht Sachen
»Die tun doch nichts, die wollen nur spielen.« Meint Mama das etwa ernst? Hunde sind ja wohl laut und wild und kläffen wie die Irren. Und sie schnuppern die ganze Zeit an seltsamen Sachen. Hunde sind Selma einfach unheimlich! »Du musst dich nur in sie hineinversetzen.« Also schön, denkt Selma, der Pudel da vorn ist ja wirklich ganz süß. Mit dem tausche ich… Denn Selma ist ein besonderes Mädchen, sie tauscht Sachen! Sie wird der Hund. Und der Hund wird Selma. Wie spannend das ist, die Welt durch Hundeaugen zu sehen! Aber halt! Was zerrt diese fremde kleine Oma plötzlich an ihr? Und wo will ihre Mama mit dem Pudel hin?!
Der Drachenfrosch. Beginn der Trilogie. Affenzahn und Utopia. Was für eine Geschichte. Die phantastische Erzählung von der Insel der Ideen, dem Utopia unserer Zeit. Ein Götterspiel, ein Drama um Freundschaft und die Suche nach dem besten aller Leben.
Ben & Teo
Ein Buch über unsere Zwillinge Ben & Teo. Blick in die Familie mit großer Unterstützung aller Beteiligten. Bei der Premiere waren 10 einiige Zwillinge mit Eltern dabei. Schöner Auftakt, feines Buch und so genial illustriert von Sandra Brandstätter. Demnächst Ben & Teo auch als Comic. Ich freue mich drauf!
Raus aus der Höhle
Eine tiefgängige, rührende Geschichte über den Mut, mit einem kleinen Schritt das ganz große Abenteuer zu wagen. Komm heraus und spüre das Leben - zusammen mit Affenzahn! Ein Vorlesebilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Könnte Regen geben
Ein Bilderbuch über die Zuversicht. Auch wenn es der Koala nicht glauben will: Am Ende wird das Ende gut! Ein Vorlesebilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Was tun, wenn Kinder sich nicht viel zutrauen? Wer ist der gutmütige Beschützer und kennt den Trick, Fähigkeiten freizulegen, um fast ganz von alleine Selbstvertrauen zu entwickeln? Die Tigerin weiß Bescheid! Ein Vorlesebilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Ein Buch mit freien Bildern. Keine Illustrationen. Erst die Bilder, dann Texte von Zoran Drvenkar. Ich liebe es.
Du bist ok, so wie du bist, und wir sind an deiner Seite. Der Hund und seine Freunde sagen uns ein Willkommensgedicht für alle, die schon da sind und alle, die noch kommen. Ein Vorlesebilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Mit dem Laufrad ist alles möglich: Helm aufgesetzt und hinaus in die Welt! Durch Straßen und über Felder, vorbei gedüst an Freunden, Fremden, der Oma und selbst in der Nacht noch weitergeträumt … Ganz klar: Ohne Laufrad wäre das Leben nur halb so schön. Temporeiche Reime von Martin Baltscheit verschränken sich mit den fröhlichen Illustrationen von Anne Behl zu einem Pappbilderbuch, das Lust darauf macht, sich aufs Laufrad zu schwingen.
Es kann jeden treffen …
Frisch geschlüpft und ohne ein Plätzchen zum Verweilen macht sich eine kleine Laus auf die Suche. Gar nicht so einfach – der eine Kopf ist voller Sand, der andere eine spiegelblanke Glatze ohne Unterschlupf. So geht es fort von einem Kopf zum nächsten, bis die Laus endlich den perfekten Schopf findet. Doch ihre Freude ist nur von kurzer Dauer …
Wandbilder in Kooperation mit Kinderzeichnungen. Wir suchen ein Thema, erfinden Bilderbuchgeschichten, schreiben und malen. Ich suche meine Lieblinge heraus und male mir ein eigenes Bild davon. Die Kinder werden in ihrer natürlichen Kunstfähigkeit gesehen und erleben sich als gleichberechtigt. Denn jedes Kind ist ein Künstler, so wie jedes Kind ein Erzähler, Tänzer und Darsteller ist. Am Ende gibt es eine Vernissage und wir zeigen unsere Werke. Die Eltern kommen und alle sind stolz.
Anlässlich der Ausstellung "20 Jahre Löwenliebe", im Bilderbuchmuseum Troisdorf, habe ich ein großes Wandbild aus den Motiven der Kinderbilder des Malwettbewerbes gestaltet. Acryl auf Leinwand, 1,60 x 8 Meter. Die Arbeit mit den Bildern der Kinder ist eine große Inspiration und zeigt immer wieder auf, was mit Mut und Furchtlosigkeit zu schaffen ist. Das Thema des Malaufrufes war: "Male mir ein Bild von dir!" Es sind Selbstportraits von Kindern zwischen 5 und 10 Jahren.
Eine erste Wandmalarbeit, die ich gemeinsam mit meiner Tochter Lisa gestaltet habe, für die Kindertagesstätte Löwenried im Allgäu.
Partizipative Wandbilder verschönern nicht nur,
sondern tragen zur Identität der Schule bei.
Interior, Kunst am Bau und Spielplätze für Schulen und Kitas. Diese Arbeitswelt hat sich durch meine Wandbilder an den Schulen und die Zusammenarbeit mit Monstrum.dk ergeben. (Spielplatz Affenzahn). Monstrum ist eine wahre Inspiration. Bei uns werden Spielplätze weitestgehend als Kletterplätze verstanden und haben keine erzählerische Kraft. Das will ich ändern, denn Spielplätze sind Geschichtenplätze und Kitas und Schulen das Fundament für ein kreatives Leben.
Schule ist eine zweite Heimat.
Diese Heimat ist das Ziel einer ganzheitlichen Sanierung.
Viele meine Kinderbücher und Romane beginnen im dialogischen Erzählen eines Theaterstückes. Steht der Plot, agieren und sprechen die Figuren von alleine. Ich höre Stimmen und schreibe sie ab. Danach Beschreibungen, Innensichten und die dramaturgische Arbeit. Das Stück selbst geht im Theater dann eigene Wege.
Es war einmal … ein König, und er hatte drei Kinder. Im Königreich wurde seit jeher die Regentschaft an den Sohn oder die Tochter vererbt, der oder die dem König am besten dafür geeignet schien. Als Zeichen der Herrschaft gilt ein Ring, den der König vor seinem Tod zu übergeben hat.
Als der alte König erfährt, dass er bald sterben muss, kann er sich nicht entscheiden, welchem seiner drei Kinder er den Ring übergeben soll. Er liebt sie alle gleich: Jeannette und Louis und Claire. Der König beschließt, von dem Ring zwei identische Kopien anfertigen zu lassen, und schenkt jedem seiner Kinder einen Ring. Nach dem Tod des Königs erhebt Jeannette Anspruch auf die Krone. Louis protestiert, auch er kann einen Ring vorweisen, als Beweis, dass er der rechtmäßige König sei. In den Streit der beiden tritt Claire, die ebenfalls ihren Ring vorzeigt. Die Geschwister geraten in einen Kampf. Die Könige der benachbarten Länder nutzen die Gelegenheit, um das Königreich in ihren Besitz zu bekommen. Wie die Geschwister aus dieser scheinbar ausweglosen Lage herauskommen, erzählt diese Oper für alle ab 6 Jahren.
Ausgangspunkt für diese Auftragsoper ist die Ringparabel, wie sie bereits von Giovanni Boccaccio in seiner Novellensammlung DECAMERONE aufgenommen und von Gotthold Ephraim Lessing als zentraler Kern in sein Drama NATHAN DER WEISE integriert wurde.
„Christmas Tale“ ist eine Weihnachtsgeschichte, die den Fragen heutiger Jugendlicher Raum gibt: Ein kleiner Junge fragt den Erzengel Gabriel nach der wahren Geschichte der 14-jährigen Maria und dem Witwer Joseph, der einem Kind der Vater sein soll, das nicht von ihm ist. „Christmas Tale“ erzählt von Rollenbildern im Wandel, von Gottvertrauen und der universellen Kraft der Liebe. Gewaltige Engelschöre und Rhythmen der Straße holen das biblische Geschehen in die Gegenwart, um das wahre menschliche Wunder darin zu entdecken.
In „Paradise now!“ steht am Anfang nicht das Wort, sondern der Ton: Adam und Eva und die Tiere und Pflanzen im Paradiesgarten singen und tanzen. Wolfgang Abendroth hat eine unwiderstehliche Musik komponiert, die unmittelbar ins Ohr geht und das Tanzbein juckt. Der visionäre Düsseldorfer Choreograf Takao Baba katapultiert die biblische Geschichte in die Aktualität einer heutigen Urban-Dance-Performance. Am Ende steht eine Ermutigung: Das Paradies ist nicht verloren. Wir können es im Hier und Jetzt selbst gestalten. Mitwirkende sind u. a. die Akademie für Chor und Musiktheater an der Johanneskirche und die Jugendkompanie des tanzhaus nrw. Die musikalische Leitung hat Justine Wanat.
Im Auftrag der Oper Köln, Kinderoper Köln hat Johannes Wulff-Woesten (Musik) das gleichnamige Kinderbuch von Martin Baltscheit (Libretto) zu einer Oper gemacht. Mit dem Musikalischen Leiter Rainer Mühlbach, der Regisseurin Brigitta Gillessen, dem Ausstatter Jens Kilian und dem Lichtdesigner Andreas Grüter steht …ein erfahrenes Produktionsteam am Start. Die Tiere des Waldes singen und spielen Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Oper Köln sowie Knaben und Mädchen der Kölner Dommusik.
Konrad will ein Ritter sein. Er will Abenteuer erleben und große Kämpfe ausfechten. Heldenhaft wird er eines Tages eine Prinzessin retten, mindestens vor einem dreiköpfigen Drachen. Dann wird sie sich in ihn verlieben, und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende. Konrad weiß genau, dass so seine Bestimmung lautet. Und nicht, dass er Schweinehirt wird wie schon sein Vater und dessen Vater. Also legt Konrad eines Tages seine Rüstung an, nimmt seine Lanze und zieht aus, um ein Held zu werden. Er begegnet einem singenden Einhorn, das ein bisschen wie ein Esel aussieht. Und er rettet die Prinzessin Karfunkel, die ganz leicht an die Magd Minna erinnert. Gemeinsam erobern die drei sogar eine echte Burg. Doch dann verlässt sie das Kampfglück, und inmitten des Kanonendonners wird es wohl Zeit für ein kleines Geständnis. Aber es wird auch Zeit für großen ritterlichen Mut und für das ganze Gewicht einer wahrhaft königlichen Entscheidung!
Piet ist als Austauschschüler nach Australien gegangen. An seiner Stelle kommt Dave in die deutsche Kleinfamilie. Dave sieht nicht nur seltsam aus, sondern er benimmt sich auch so. Er liegt gern im Gartenteich, hat recht rohe Essgewohnheiten und außerdem spricht er kein Wort. Seine Gasteltern üben sich in Verständnis für das Fremde und den Fremden. Sie gehen ganz in ihrer Rolle als Vermittler zwischen den Kulturen auf. Sie führen Dave mit Begeisterung in die hiesigen Sitten und Gebräuche ein, Fußballstadion inklusive. Doch der Erfolg hält sich in Grenzen, Dave bleibt stumm. Auch Piets zunehmend unzivilisierte Nachrichten aus "Down Under" bringen die Eltern nicht auf die richtige Spur. Im Gegenteil, um ihren fremden Gast besser verstehen zu können, versuchen sie schließlich, so zu werden wie er. Und siehe da!, ein herrlich ausgelassener Tag im Schwimmbad bringt sie einander endlich nahe. Doch dann erkennen die Eltern etwas Schreckliches: Dave ist ein Krokodil!
Die Schwestern Pech und Gold könnten nicht unterschiedlicher sein. Pech ist bequem und eitel und pragmatisch. Gold hingegen ist fleißig, bescheiden und phantasievoll. Der tägliche Streit ist vorprogrammiert. Und als die Mutter der beiden, von Alltagssorgen geplagt, Gold auch noch zu Unrecht bestraft, da macht sie sich auf die Reise zur gütigen Frau Holle, wo alles, wirklich alles, besser ist. Dort rettet sie das Brot und schüttelt den Baum und lässt Schnee rieseln auf die Welt. Das Leben ist friedvoll und harmonisch. Doch Gold vermisst etwas ...
Es ist tierisch finster im Wald. Dem Tiger gefällt‘s, denn alle haben richtig Angst vor ihm. Doch etwas einsam ist er schon, so ganz ohne Freunde. Das Reh ist scheu und sieht hinter jedem Stamm den sicheren Tod lauern. Der Bärin geht langsam der Honig aus, das hebt ihre Laune auch nicht. Von anderen Tieren - zum Beispiel der Motte - sieht und hört man erstmal überhaupt nichts.
Doch dann wird es Licht, denn das Internet kommt zu den Tieren! Nicht Mann, nicht Frau, aber sehr attraktiv. Es verspricht Ruhm, Erfolg und ewigen Frieden, es weiß den Weg zu den besten Honigtöpfen und sein ‚Matchmaking‘ ist legendär. Alles strahlt, alle sind erleuchtet... Doch die Technik hat ihre Tücken. Ein kleines Missgeschick verbreitet sich leider rasend schnell über alle Kanäle, und schon ist ein erstes Opfer zu beklagen. Die so friedliche Internetgemeinde fällt hemmungslos übereinander her, denn schließlich weiß nun jeder alles über seinen Nächsten.
Ein meisterhaftes Stück über die Chancen und Gefahren der Technik, über die Verheißungen des totalen Wissens, über den Aberglauben an ein virtuelles Paradies. Die Tiere des Waldes machen vor, wie Aufklärung funktioniert: im Gelingen ebenso wie im Umschlagen in ihre dunkle Kehrseite, die rohe Natur. Am Ende steht die Vernunft. Und hinter ihr wartet die Unvernunft geduldig auf ihre nächste Chance.
Ein Bär im Zoo. Hinter Gittern und Mauern. Einsamkeit. Tag für Tag, Stunde für Stunde. Drei Mahlzeiten am Tag. Er träumt von der Freiheit. – Eine Krähe im Zoo. Sie kann fliegen. Von Gehege zu Gehege. Könnte auch weit über die Mauern hin- weg. Doch sie träumt von drei Mahlzeiten am Tag. Und beim Bär lässt es sich wunderbar schmarotzen. Bis eines Tages ein Unglück geschieht. Und sie auf die Hilfe des Bären angewiesen ist. Da bietet sich die Möglichkeit, Träume wahr werden zu lassen. Sie tauschen ihre Leben: Der Bär wird zur Krähe, die Krähe zum Bären.
»Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs. Und lebte ein langes Leben voller Abenteuer.« Aber das war ein Irrtum. Auch junge, schlaue und starke Füchse werden einmal alt. Er wurde vergesslich. Erst fand er den Weg nach Hause nicht, dann war der Fuchs auf der Jagd und vergaß das Jagen und irgendwann vergaß er, dass er ein Fuchs war. Die Gänse und Schafe verlachten ihn, da wurde er böse und wollte sie fressen – aber auch das vergaß er sofort und wünschte allen nur einen guten Tag. Endlich fanden ihn die jungen Füchse, nahmen ihn mit und heilten seine Wunden. Seinen Verstand aber heilten sie nicht – den hatte er verloren und keiner wusste genau, wo.
Lena und Leander spielen gemeinsam im Wald. Der Junge möchte seiner Freundin imponieren, indem er mit Steinen Äpfel von Bäumen wirft. Plötzlich entdeckt Lena einen toten Vogel unter dem Baum und macht Leander Vorwürfe. Ihr Freund versucht sie zu beruhigen: „Mein Vater hat mir gesagt, die legen sich hin und schlafen. Dann kommt eine Prinzessin und küsst sie, danach sind sie wach und zwitschern.“ Daraufhin beschließt das Mädchen aus Angst, nicht wieder aufzuwachen, nie wieder einzuschlafen. Niemand kann sie davon abbringen, weder ihre Eltern noch die herbeigerufenen Ärzte. Schließlich macht sich ihr Freund Leander auf die Suche nach einem geeigneten Schlafmittel und reist mit Lena durch die ganze Welt. Beide erleben zahlreiche Abenteuer, verirren sich, treffen unheimliche Gestalten und kehren schließlich dank der Hilfe des Mondes in ihr Heimatdorf zurück. Doch jetzt ist nichts mehr, wie es vorher war …
So leicht und so traurig, so komisch und so ernst, so knapp und so weich, so sinnlich und so weihnachtlich wurde sie noch nie erzählt, die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Mit viel Gesang und Überschwang beschreibt Martin Baltscheit die Läuterung des Ebenezer Scrooge vom gefühllosen Geizhals zum liebenswerten Kauz.
Die Tanzbären sind längst nicht mehr so gelenkig wie in jungen Jahren und einem flotten Tänzchen helfen sie schon mal mit ein paar Schlucken aus der Pulle nach. Schnell werden es ein paar mehr - so steigt die Laune, sinkt die Hemmschwelle. Die Pinguingeschwister Ping und Pong wissen genau, dass sie ihren Eltern jetzt besser aus dem Weg gehen. Und auch am nächsten Morgen sollten sie sich möglichst dünn machen, denn ein Katerfrühstück kann nicht selten in Gebrüll und Tritte ausarten. Vielleicht waren ja die Tanzbären früher auch mal nette Pinguine - oder zumindest nette Bären. Ping und Pong aber können es nicht mehr recht glauben. Und nachdem ihre Eltern sie in kalter Nacht einfach vor verschlossener Tür sitzenlassen, weil sie gerade einen Rausch ausschlafen müssen, da reicht es den beiden. Sie hauen ab, nehmen den nächsten Dampfer und träumen von einem besseren Leben.
Der Löwe lernt mal wieder was fürs Leben: Nicht nur das ABC, sondern auch das Einmaleins können auch in der Liebe hilfreich sein!
Ein junger Mann baut gerne Sandschlösser am Strand, nicht irgendwelche unbedeutenden Sandburgen, sondern echte Architektur, Kunst! Und er beobachtet dabei die Mädchen, die elegant auf ihren Brettern über die Wellen reiten. Eine von ihnen bittet ihn, kurz mal auf ihr Brett aufzupassen - ein schönes Brett, teuer, retro, lackiert. Und der junge Mann wacht, stundenlang, tagelang. Diese Geschichte beginnt, sich zu verselbständigen. Der junge Mann kommt so richtig in Fahrt, er nimmt seine Aufgabe ernst, sehr ernst - er würde das Brett sogar mit seinem Leben verteidigen. Er zieht eine Grenze, baut eine Mauer und steht stramm vor seinem Wachhaus, ein durch und durch vorbildlicher Wachmann. Niemand darf rein, niemand raus, so einfach ist das. Auch als der Wachmann Besuch bekommt von einem alten Mann, der ihn in immer neuen Rollenspielen zu überreden versucht, das Tor zu öffnen, bleibt er standhaft. Doch das allerletzte Spiel funktioniert, der Wachmann lässt sich verführen und schon überrollt die feindliche Armee das Land. Danach ist eigentlich alles wie zuvor und beinahe würde der treue Wachmann seinen Posten wieder aufnehmen, denn wie schön ist es, wenn jemand Wache hält, wie sicher und geborgen fühlen wir uns dann. Ein Stück über die inneren und äußeren Grenzen. Darüber, wie schwer es sein kann, als junger Mensch aus dem meist sicheren Gefüge der Kindheit herauszutreten.
Wildschwein und Fuchs sitzen am Fluss. Sie langweilen sich, sie warten. Das Wildschwein wartet vermutlich aufs Essen. Doch der Fuchs, der wartet auf die ganz große Liebe!
"Was bedeutet es, ein Kind zu erwarten; was geschieht, wenn ein Kind nicht die väterlichen Erwartungen erfüllt – und was dürfen und können Kinder von ihren Eltern erwarten? Fragen, die sich nicht nur Füchse und Wildschweine stellen." (Junges Staatstheater Kassel)
URAUFFÜHRUNG im Puppentheater Magdeburg am 14.05.2022: Es ist eine ausgereifte Katastrophe: Diva, umsorgt und wohlerzogen, wird auf dem Rastplatz am Waldrand vergessen, ganz allein! Allein? Da wohnt Crunchy Flip. Sein Geschmack ist zwar übel, aber die Maus ist supernett für zehn. Den Tücken der Natur ist das jedoch egal und Diva landet tief im Wald. Der Weg hinaus sollte kein Problem sein. Aus dem Philosophischen Radio weiß Diva von Instinkten, aber sie hat verlernt, sie zu gebrauchen. Es ist kalt. Der Wald ist dreckig. Und der verflixte Hunger hört nicht auf. Diva trifft auf andere Tiere. Wer ist Freund, wer ist Feind? Die feine Hundedame schlägt sich durch, findet Freunde und auf eine neue Art zu sich selbst.
Drei Wölfe, Vater, Mutter und Sohn Ferdinand, laufen durch den Wald. Wie Flüchtlinge ziehen sie, auf der Suche nach den „besseren Wäldern“, durch den tiefen Schnee. Sie träumen von einem anderen Leben, von einer Welt, in der die Schafe ungezählt auf den Wiesen sind. „Da leben wir Wölfe wie Wölfe.“ Doch die Jäger sind hinter ihnen her, erschießen erst die Wölfin, dann den Vater Wolf. Der kleine Wolf geht weiter. Er findet Anschluss bei Frauke und Wanja, zwei Schafe, die seit Jahren vergebens auf Nachwuchs warten. Für sie ist Ferdinand ein Schäfchen, dass wie alle geboren wurde: „sie fallen als Flocken aus den Wolken“. Ferdinand lebt sich schnell in der Schafswelt ein, frisst Gras und Gemüse, springt allerdings - untypisch für Schafe – vor lauter Freude hin und her über die Zäune. Er hängt mit anderen, jugendlichen Schafen auf dem Spielplatz rum, seine schöne Stimme darf das „Schave Maria“ in der Kirche singen. Einzig nach der Schafsschur ist es ihm länger kalt als den anderen. Aber die Liebe zu Melanie erwärmt ihn. Die beiden machen einen Ausflug auf die andere Seite des Zaunes. Dort kommt es zu einem Kampf mit einer alten Wölfin. Sie wird von Ferdinand vertrieben – Melanie kommt bei der Aktion auf mysteriöse Weise um. Ferdinand wird des Mordes verdächtigt. Im Gefängnis trifft er auf zwei merkwürdige Gestalten, auf Bär und Gans. Im Spiel erwecken sie in ihm den Wolf neu. Ferdinand flieht aus dem Gefängnis und schließt sich einem Rudel Wölfe an. Immer mehr drängt ihn die Frage: wer bin ich? Ein Wolf im Schafspelz oder ein Schaf mit Wolfsfell? Diese Frage stellt sich für ihn spätestens als er mit der Wölfin Mascha durch die Wälder zieht, mit Jungwolf Jannis sich einen Kampf auf Leben und Tod liefert und schließlich allein zurück bleibt.
Das Mädchen Jasmin, ihr Ex-Freund Bono, ein Türke und ein alter Mann finden sich plötzlich in einer ungewöhnlichen und recht unangenehmen Situation wieder: Nach einem Diskobesuch fährt Frank sie leider alle gegen den einzigen Baum zwischen Bergheim und Dierdorf. In einem kargen Jenseits warten sie nun auf das Jüngste Gericht, jeder auf seine Weise. Sie versuchen einander in schnellen und durchaus respektlosen Dialogen vom richtigen Glauben zu überzeugen oder davon abzubringen. Und sie sind zugleich noch ganz mit dem vergangenen Leben beschäftigt, mit dem was sie taten und gern getan hätten. Das große Strafgericht entpuppt sich schließlich eher als Komödie, doch Bestand hat hingegen der Glaube an die Freundschaft. So gibt es für alle ein unerwartetes Happy End.
Der Löwe kann nicht schreiben, aber das stört ihn nicht, denn er kann brüllen und Zähne zeigen und mehr braucht er nicht. Eines Tages aber trifft er eine Löwin und die ist sehr schön. Und sie liest in einem Buch. Die kann man nicht einfach gleich küssen. Eine solche Dame erwartet zuerst einen Liebesbrief. Also bittet der Löwe den Affen, für ihn zu schreiben. Der nimmt Bleistift und Papier und bietet der Löwin an, mit ihm auf Bäume zu klettern und Bananen zu essen. Völliger Unsinn! Irritiert wendet sich der Löwe ans Nilpferd. Dieses fragt die Löwin, ob sie mit ihm im Fluss schwimmen und nach Algen tauchen will… Was der Mistkäfer, der Geier, die Giraffe und das Krokodil der Löwin schreiben, lässt den Löwen vor Wut fast platzen. Da naht Rettung. Die schöne Löwin hat nämlich sein Gebrüll gehört.
Was, wenn man nur einen einzigen Tag hätte ... Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, wissen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Was nämlich, wenn die Fliege bezaubernd sein wird? Dann wird man sich anfreunden und sich vielleicht sogar verlieben und es bleibt doch nur ein einziger Tag Zeit. Und wer sagt überhaupt der gerade Geschlüpften, die sich für eine Maifliege hält, die Wahrheit? Wildschwein und Fuchs stammeln sich mühsam aus der Affäre, lügen zur Not: Der Fuchs, – wie bedauernswert – würde den heutigen Tag nicht überleben, deshalb sei man so traurig. Die junge, hübsche Fliege ist ehrlich gerührt und zögert nicht lange: Dann muss eben das ganze Leben in diesen einen Tag hinein: ein ganzes langes Leben inklusive dem großen Glück!
Laika, der singende Hund mit dem Akkordeon, lädt alle Tiere der Stadt zum Winterzirkus am Heiligen Abend ein. Schon die tierliebe Tante Ruth hatte Anna von dem Phänomen des Winterzirkus erzählt und Annas Erstaunen wächst, als sie kurz vor Weihnachten die Sprache der Tiere verstehen kann. Dankbar entzieht sie sich den Weihnachtsvorbereitungen ihrer Familie, dem leidigen Plätzchenbacken, den kindischen Ritualen und vor allem der Frage nach dem Weihnachtsmann. Mit ihren neun Jahren ist Anna völlig klar, dass alles dies nur falscher Zauber und Geldmacherei ist. Am Heiligen Abend findet Anna auf ihrem Kopfkissen zwei Karten für den Winterzirkus. Und als sie sich heimlich davonstehlen will, ist auf einmal Tante Ruth in ihrem Zimmer, die sie begleiten wird. Zusammen mit Hunderten von Tieren stapfen die beiden durch den Schnee. Die menschlichen Hüllen haben sie abgelegt, Mäuse- und Katzengestalt haben sie angenommen. Der Winterzirkus öffnet seine Tore.
Der geheimnisvolle Winterzirkus, die ominöse Tante Ruth, der verkleidete Weihnachtsmann, der Igel auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der flapsige Vater, die weihnachtsbeseelte Mutter und die unsichere Anna ergeben in ihrer Summe eine berührende Antwort auf die Frage, ob es den Weihnachtsmann und damit das nicht Erklärbare wirklich gibt.
"ganz egal, an was du glaubst / und ganz gleich, wem es gefällt /
sollte es dem Leben dienen / passt es gut in diese Welt"
Der Winter in dem sibirischen Dorf ist so hart, dass die Vorräte aufgebraucht wurden und kein Tier mehr zu jagen ist. Einzig die Wölfe schleichen herum, wie der Mensch sind sie auf der verzweifelten Suche nach Nahrung. Als Milan in der Not einen Wolf erschießt, um Fleisch auf den Tisch zu bringen, ergreift alle das Unbehagen. Denn, so sagt der Volksmund, wer Wolfsfleisch isst, kriegt falsche Kinder. Wenige Tage später ist das Dorf von Wölfen umgeben, die in ihrem Hunger alles zerfleischen, was sich bewegt. Und irgendwann beginnen die Wölfe zu begreifen, wie sie an die in den Häusern verbarrikadierten Menschen herankommen. Martin Baltscheit erzählt von einer im Dorf lebenden Familie, die um ihr Leben und Überleben kämpft. Erfolgreich. Denn nach tagelanger Belagerung wird die noch verbleibende Dorfgemeinschaft von der Armee gerettet.
Die Belagerung basiert auf einer wahren Begebenheit. Im Dezember 1927 belagerten Wölfe das sibirische Dorf Pilowo. Erst ein Schutztrupp der Armee konnte verhindern, dass die Wölfe den ganzen Ort auslöschten.
Was macht man mit der Vorstellung, wenn die Schauspieler plötzlich streiken oder anderswo unterwegs sind? Absagen, meint der Direktor, und der Techniker macht schon mal das Licht aus. Schneewittchen deluxe muss ausfallen, das Publikum wird nach Hause geschickt. Aber die Zuschauer wollen nicht gehen. Ein Mädchen meldet sich und findet, man solle trotzdem spielen. Wenn Schneewittchen nicht da ist, könnte man doch eine andere Story erfinden. Der Direktor ist einverstanden. Er holt Angelika auf die Bühne, und sie beginnt spielerisch mit einer Geschichte mitten aus dem Leben - mit ihrer eigenen. Angelika, sechzehnjährige Tochter eines wohlhabenden Kaufhausbesitzers, hat alles, was sie braucht und noch mehr. Aber: Sie will sich umbringen. Nur warum?
Die Theaterleute steigen in das Spiel ein. Sie steuern ihr Fachwissen bei, übernehmen verschiedene Rollen und suchen nach dem Kern der Story. Ben wird dazugeholt, ein Zuschauer wie Angelika, auch er sechzehn Jahre alt. In Bens Geschichte geht es um seinen arbeitslosen Vater.
Im Spiel verbinden sich die zwei Geschichten zu einer einzigen. Mit viel Witz und etwas Sentiment wird sie mit allen Mitteln erzählt, die dem Theater zur Verfügung stehen. Und auch über das Theater selbst erfährt man so einiges. Aber das ist kein Spiel im Spiel, sondern Theater, das zur Wirklichkeit wird, und Wirklichkeit, die nur durch das Theater wahrhaftig werden kann.
Gibt es einen guten Grund, auf die Welt zu kommen? Diese Frage stellt Vito, königlicher Nachfolger, gleich nachdem er seinen Kopf aus dem mütterlichen Schoß streckt. Dickköpfig besteht er auf eine Überredung. Vorher sehe er keine Notwendigkeit, das wärmende Innere der Königin zu verlassen. Arzt, König, Präsident und Hebamme, die Zeugen dieses Wunders, sind sprachlos und überbieten sich an Überredungskünsten. Genuss, Sinnlichkeit, Glaube, Liebe, die Bandbreite menschlicher Sinnsuche wird eindrucksvoll demonstriert. Doch vergebens. Scharfzüngig und klarsichtig entlarvt der Säugling die Makel aller Vorschläge. In der dritten Nacht aber entdeckt eine Putzfrau seinen Kopf zwischen den mütterlichen Beinen. "Kopf ist im Arsch", kreischt sie und lacht und lacht und lacht und haut mit dem Besen auf diese Lächerlichkeit. Vito erbost. Schimpft. Und will ihr hinterher ...
"So wie beschriebener Noch-Nicht-Geborener zwischen Himmel und Erde, zwischen Mutter und Boden zu verharren scheint, so verharren wir Zuschauer mit ihm in jenem Zwischenreich. Selig. Denn für einen langen Moment lässt das Theater die Zeit still stehen und wir dürfen uns mit dem ungeborenen Prinzen Antworten vergegenwärtigen auf die existenziellen Fragen, was uns treibe, warum es sich zu leben lohnt. Vom Büchnerschen Geist durchweht, fährt uns dieses Stück Theaterliteratur ins Gemüt, unprätentiös, romantisch, bösartig. Einfach großartig." (Aus der Urteilsbegründung des Duisburger Kinder- und Jugendtheaterpreises 2003 Kaas&Kappes)
Erzählt wird die Geschichte eines sehr weichen, jungen Mannes, der mit Hilfe des Superhelden Stahlmann zu einem echten Kerl umerzogen werden soll. Die Umerziehung klappt. Hans wird hart, setzt sich durch und wird sogar Präsident. Er tut was er will, ohne Rücksicht auf Volk und Freundschaften. Dann aber auf dem Gipfel des Erfolges, verwandelt sich alles was er berührt in Blei. Allein, umgeben von stahlharten, leblosen Dienern, einschliesslich seiner geliebten Braut, macht er sich auf die Suche nach Stahlmann, um sich von dem Fluch zu befreien.
Erschienen als Hörspiel beim WDR
"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.“
Affenbilder sind ein freies Spielfeld, immer wenn ich Zeit habe, male ich Affen. Selbstportraits.
Auch Hörbuch und Hörspiel sind Schulen des Einfallreichtums. Wir denken uns die Geschichte selbst, wenn wir zuhören. Und Geschichten sind die unverzichtbare Nahrung für kleine und große Gehirne. Analog zum Bilderbuch, als der Mutter aller Künste, ist das Hörbuch quasi der Vater der Phantasie.
Diesmal geht es in die Berge mit wundervoller Musik und Sounds von Alexander Viçar.
Hörbuch für alle Vanlife-Fans & Camper-Kinder, Reisen mit dem Bus - Abenteuer für Kinder ab 4 Jahren. Mit Musik von Alexander Viçar und einem sehr schönen Lied, gesungen von Flora und mir.
Mister O`Lui von Silke Seifert. Geschichten von einem Bären, der das Glück sucht und noch etwas besseres findet.
Hier kommt der zweite Teil der Affenzahntrilogie. Um den verletzten Drachenfrosch zu retten, müssen Affenzahn und die Gefährten zur Lagune der Zuversicht. Der Weg dorthin führt sie durch den Wald der Freundschaft. Ihn zu durchqueren ist bisher noch niemandem gelungen. Ein Hörspiel über die Kunst wahrer Freundschaft, spannend erzählt und meisterhaft vertont von Alexander Viçar.
Das Hörbuch zum Bilderbuch mit ganz wunderbarer Musik von Alexander Maschke.
Pünktlich zum Weihnachtsfest: Der kleine Prinz ist zurück!
Der kleine Prinz – wie es ihm wohl geht? Der Maulkorb hatte keinen Riemen, Sie erinnern sich? Hat das Schaf die Rose doch gefressen und ist der Planet danach von den Affenbrotbäumen gesprengt worden? Und was hat Antoine inzwischen getan? In einer zauberhaften und sehr vergnüglichen Weihnachtsgeschichte lässt Martin Baltscheit den kleinen Prinzen auf die Erde zurückkehren – ausgerechnet an Heiligabend. Fortführung des Weltklassikers von Saint-Exupéry von Multitalent Martin Baltscheit.
Blitzgescheite Wortgefechte. Tiefgründig, überraschend und urkomisch: Was ist Freiheit? Kann überhaupt jemand frei sein, solange noch jemand anderes eingesperrt ist? Und können auch zwei, die nicht von einer Art sind, Freunde sein? Der Bär wird um sein faules Leben im Zoo beneidet. Jeden Tag fressen und satt einschlafen. Dabei wäre er lieber hungrig und dafür frei wie die Krähe, die sich täglich an seinen Essensresten bedient. In Ermangelung anderer Gesprächspartner freunden sie sich an. Und eines Tages bietet die Krähe dem Bären die Chance seines Lebens an - sie werden ihre Körper tauschen! Doch der Krähenbär muss bald feststellen, dass gute Manieren in freier Wildbahn reine Zeitverschwendung sind und die Bärenkrähe frisst sich nicht nur rund, sondern auch unglücklich.
Prominent besetzt mit Charly Hübner und Lina Beckmann.
Auszeichnungen
hr2-Hörbuch-Bestenliste
Kinderhörspielpreis 2018 MDR
„Grandios!“ BÜCHER-Magazin
Wie ist das jetzt mit dem Heulen? Darf man? Muss man? Die kleinen Eulsusen müssen es. Darauf sind die Eltern stolz. Und lebenswichtig ist das Weinen auch – für Eulsusen. Alles wird gut, wenn viel geweint wird. Nur eine will nicht weinen. Schon bei ihrer Geburt, als Mutter Eulsuse und alle anderen in Tränen aufgelöst waren, heult die neue kleine Eulsuse nicht. Keine einzige Träne! Eine tränenreich komische Geschichte über das Weinen und Trösten, Selbstbewusstsein und Andersartigkeit – mit sechs weiteren Tierfabeln über das Leben, erzählt von Martin Baltscheit.
Wären Wildschwein und Fuchs doch bloß schnell abgehauen, statt der Eintagsfliege beim Schlüpfen zuzusehen. Jetzt müssen sie feststellen, dass die junge Fliege geradezu bezaubernd ist. Und wer bringt ihr nun bei, dass sie nur diesen einen Tag zu leben hat? Kurzerhand behaupten die beiden, der Fuchs sei der Todgeweihte. Und höre da: Die frisch Geschlüpfte beschließt bewegt, dass jetzt das ganze Leben in einen Tag muss - ein ganzes Leben inklusive dem ganz großen Glück!
Erlebnisbericht aus der Sicht der 14-jährigen Jasmin "Wäre ich bescheiden, würde ich sagen: Leute, hört euch lieber was anderes an. Wäre ich eingebildet, würde ich sagen: hört unbedingt zu, denn hier erzählt die Kanzlerin von morgen. Wäre ich eine Lügnerin, würde ich sagen: sagt eure Meinung, ich kann gut mit Kritik umgehen. Am Ende ist es wohl am klügsten, ich sage die Wahrheit: Ich habe ein Praktikum gemacht, im Kanzleramt, weil ich wissen wollte, wie es ist, Kanzlerin von Deutschland zu sein; und wer wissen will, was ich erlebt habe, der hört diesen Bericht. Liebe Grüße, Jasmin Behringer"
Immer aktuelle Neuigkeiten im Internettagebuch von Jasmin Behringer.
Durchsage im Radio: Der Major Dux hat die Musik verboten! Schriftsteller Bartolomäus Bob aber kümmert das nicht, er hat einen Termin mit seinem Verleger, geht in die U-Bahn und pfeift ein Liedchen. Aber auch das Pfeifen steht unter Strafe. B. Bob wird von der Geräuschepolizei verfolgt, muss fliehen. Sein Weg führt ihn in den Untergrund und in die Bar eines gewissen Pawlow. Hier versteckt sich die Musikszene der Stadt und Bartolomäus Bob ist mitten in einer Geschichte, deren Ausgang nicht einmal er kennt...
Ein Vogel liegt unter dem Busch und rührt sich nicht mehr. Schläft er nur, wie die Erwachsenen gerne behaupten? Oder hat er aufgehört zu leben? "Wer so schläft, wacht nicht mehr auf!", sagt der Junge Matteo zu seiner kleinen Freundin Sibyl, die erkennt, dass sie selbst - wie alle Lebewesen - jederzeit sterben kann. Sibyl beschließt, nun gar nicht mehr einzuschlafen, und löst damit eine Reihe von Ereignissen aus. Ihr Freund Matteo begibt sich mutig auf eine abenteuerliche Reise, um etwas zu finden, das sie endlich schlafen lässt.
Nominierung Deutscher Hörbuchpreis 2007
Nach dem Kinderbuch hier die musikalische Umsetzung von "Kurz der Kicker". Hier geht`s um mehr, als nur um Fußball: Um die Träume erfolgssüchtiger Verwandter, die Suche nach Identität, die Lust am Spielen, Gewinnen, Verlieren und immer wieder Gewinnen. Schöne Songs und Manfred Breukmann spricht sich selbst!
Herrn Benedicts Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als er kurzentschlossen fünf Zirkustiere befreit, die von der großen Freiheit träumen. Nach einer atemberaubenden Flucht aus dem normalen Leben bewohnen Benedict und seine neuen Gefährten eine paradiesische Mühle am See und erleben eine Reihe sehr absurder Abenteuer ...
Der Löwe kann nicht schreiben, aber das stört ihn nicht. Schließlich kann der Löwe brüllen und Zähne zeigen und singen! Und mehr braucht so ein Löwe nicht. Der Klassiker als Hörspiel mit Musik von Sven Hamers und mir.
Nur im Zirkus gibt es Hunde, die Akkordeon spielen. Und Anna hat großes Glück, als sie unter ihrem Kopfkissen zwei Eintrittskarten findet. Gemeinsam mit ihrer Lieblingstante Ruth macht sie sich auf den Weg zum Winterzirkus. Ein wundersamer Weihnachtsabend beginnt. / Ein einfühlsames Hörspiel über das Erwachsenwerden und das Abschiednehmen mit Kathrin Angerer in der Rolle der kleinen Anna und Carmen-Maja Antoni als Tante Ruth.
Der kleine Pinguin vom Pol gewinnt bei den olympischen Spielen eine Goldmedaille im Schwimmen. Aber sie wird ihm aberkannt, weil er Flossen getragen hat. Lächerlich! Das findet auch der Löwe, der König der Tiere und er befiehlt seinen Untertanen zu den olympischen Spielen zu gehen und so viele Goldmedaillen wie möglich zu gewinnen! Musik von Peter Riese.
Das Schönste für Anton ist es, wenn Opa George zu Besuch ist und sie gemeinsam mit der elektrischen Eisenbahn spielen. Am nächsten Tag wollen sie auf einen echten Bahnhof gehen, aber dann fällt der Strom aus und nur einer kann helfen. Der König der Bahn selbst. Anton und sein Opa machen sich auf den gefährlichen Weg und erleben eine Bahnfahrt der besonderen Art. / Ein poetisches Sachkundehörspiel, dass meine Liebe zum Bahnfahren nicht verleugnet.
Dieses turbulente Hörspiel erzählt vom verzweifelten V, vom wehleidigen W und von allen anderen unglücklichen und glücklichen Buchstaben, die dem König von Alphabetanien etwas zum Geburstag schenken möchten. Aber was? Die Suche nach dem richtigen Geschenk stellt sich als äußerst schwierig heraus, denn Buchstaben sind in ihren Ideen so vielfältig wie die Möglichkeiten ihrer Zusammensetzung!
Es geht um streitende Eltern, einen Vater, der zum Telefonhörer- und Wochenendpapa wird, eine traurige Mama, die das Lachen wieder lernt und um Pauls vergebliche Bemühungen, vergangene Zeiten zurückzuholen. Das "Kinderniemandsland" wird beschrieben als ein Land, durch das viele Kinder gehen, die wie Paul zerrissen sind und einen Weg suchen, der aus Trauer und Hilflosigkeit herausführen kann.
»Wild und tollkühn«
Der Film ist die schwierigste Kunst. Dauert die Suche nach einem Buchverlag Jahre, sind es beim Film Jahrzehnte. Zwei Filme habe ich in den letzten 30 Jahren gemacht. Für den Kurzfilm „Die Nacht des Elefanten“ gab es den Deutschen Kurzfilmpreis, für den Kinofilm „Nur ein Tag“ durften wir uns über den Preis der Deutschen Filmkritik freuen.
Martin Baltscheit, das vielfach ausgezeichnete Multitalent (Deutscher Hörbuchpreis, Deutscher Jugendliteraturpreis u.v.a.), erzählt in seinem Regiedebüt die Geschichte von Fuchs und Wildschwein, die der kleinen Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen. Wären die beiden doch bloß schnell abgehauen, jetzt müssen sie feststellen, dass die junge Fliege geradezu bezaubernd ist. Aber wer bringt ihr nun bei, dass sie nur diesen einen Tag zu leben hat? Kurzerhand behaupten die beiden, der Fuchs sei der Todgeweihte. Und siehe da: Die frisch Geschlüpfte beschließt voller Mitgefühl, dass jetzt eben das ganze Leben in einen Tag muss – ein ganzes Leben inklusive dem ganz großen Glück!
Kinderfilm, 80 Min.
Eine indische Fabel aus echten Saris geschneidert. Guter Stoff, fabelhafte Animation, die Zusammenarbeit mit dem ZDF war wie immer vollkommen angstfrei. Ein wunderbarer kleiner Film.
Deutscher Kurzfilmpreis 2014